Abbaye de Beauport

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Neben der traumhaften Küstenlandschaft der Bretagne, die wegen ihrer Vielfalt nie langweilig wird, haben uns besonders die Kirchen in den Dörfern sowie die Kathedralen in den größeren Städten oder aber auch die Klöster (wenn auch nur die Reste von diesen) immer wieder fasziniert. Man ist immer wieder erstaunt über den Einfallsreichtum der Architekten und Künstler, die für diese „Gesamtkunstwerke“ verantwortlich zeichnen.

Blick von der Abbaye Beauport
Blick von der Abbaye de Beauport

Da wir vieles während unserer Reisen dem Zufall überlassen (und natürlich dem Wetter als „Mitplaner“ unserer Reisen), die Fahrt selbst als wesentlichen Bestandteil des Urlaubs genießen, landeten wir auch dieses Mal mehr oder weniger durch Zufall auf dem Campingplatz de Cruchin in der Nähe von Paimpol. Ausgestattet wie ein guter Mittelklasse-Campingplatz bietet er ein Highlight, das wir tatsächlich erst beim Einchecken erfuhren. Der Campingplatz ist sozusagen direkter Nachbar der Abbaye de Beauport.

Somit bot sich natürlich eine Besichtigung der alten Abtei an, zumal uns der Eintrittspreis von 5€ pro Person sehr moderat vorkam; die Schlösser an der Loire hatten uns da eher mit Preisen von 25€ aufwärts abgeschreckt.

Wir erfuhren im Inneren der alten Mauern nicht nur alles über die Geschichte der Abbaye, sondern wir konnten ebenso eine Ausstellung zeitgenössischer Kunstwerke bewundern.

Abbaye Beauport
Abbaye de Beauport – von der Meerseite

Die Gründung der Abbaye lässt sich bis auf den Anfang des 13. Jahrhunderts zurückführen. Im Jahre 1202 gründet der Graf von Penthièvre die Abtei »Notre-Dame de Beauport«. Nach ihrer Blütezeit im Mittelalter erlebt sie zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert herbe Rückschläge, wobei die Französische Revolution das Klosterleben beendete und die Abbaye Beauport in Schule, Bauernhof, Privatwohnungen, Rathaus und Apfelweinkellerei aufgeteilt wurde. Erst seit 1992 wird die Klosteranlage nicht nur restauriert, sondern sie wird auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Abbaye Beauport -Innenhof
Abbaye de Beauport -Innenhof

Das Restaurierungskonzept sieht vor, bestehende Gebäude zu erhalten, aber die Ruinen nicht wieder aufzubauen. Vor nicht allzu langer Zeit haben wir auf einer Reise die Abbaye de Jumièges besucht, die Victor Hugo als „schönste Ruine Frankreichs“ bezeichnet. Dort ist es so, dass man sich nur noch innerhalb von Ruinen mithilfe seiner Phantasie ein Bild vom Leben in der alten Abtei machen kann. Die Abbaye de Beauport hat uns diesbezüglich noch besser gefallen, weil noch einige Gebäude und die Struktur der Klosteranlage erhalten sind. Unserer Meinung nach auf jeden Fall sehenswert…..

 

 

 

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