Bretagne – der Norden

Nachdem wir eine Woche an der Loire entlang gefahren sind, hübsche, aber auch hässliche Dörfer gesehen haben, diverse malerische Städte und hin und wieder eines der unumgänglichen Châteaus besucht haben, lockt die Sonne uns ans Meer. Die stabile Wetterlage macht uns den Norden der Bretagne, genauer gesagt die Côtes-d’Armor, schmackhaft.

Côte d'Armor
Côte d’Armor

Erste Station war allerdings Le Mont-Saint-Michel – Le Mont-Saint-Michel en Normandie, wie der Berg offiziell heißt, obwohl sich die Bucht schon in der Bretagne befindet. Hier scheiden sich aber wohl die Geister, ob Bretagne oder Normandie – sehenswert auf jeden Fall.

Die weitere Route haben wir noch nicht geplant. Die Côte d’Émeraude in der nordöstlichen Bretagne mit Cap Fréhel haben wir uns vorgenommen, aber sicher ist auch, dass wir auf jeden Fall bis zur Côte de Granit Rose wollen, da wir diesen Küstenstreifen für den schönsten der gesamten Bretagne halten. Eigentlich reisen wir immer nach dem alten Grundsatz: Nicht das Ankommen, sondern das Unterwegssein macht einen Teil der Faszination des Reisens aus, weil es unvorhergesehene Eindrücke bzw. Überraschungen bereithält und sich somit von den Routinen des Alltags, wo die Ziele allzu häufig festgelegt sind, abhebt.

Küstenlandschaft

Gemütlich gondeln wir über Nebenstraßen mit der groben Richtung Cap Fréhel, um etwas von der Landschaft zu sehen und überlegen uns dann, in Pléboulle Station zu machen, da wir irgendwo ein Schild zum Camping Le Frêche à L’âne gesehen haben. Uns erwartet ein kleiner Campingplatz in einem ebenso kleinen für diese Landschaft typischen Dorf. Nicht viel mehr als 20 Häuser verteilen sich in lockerer Form um ein Kirchlein und außer der kleinen Bar gibt es wenig, was das Leben in diesem Dorf abwechslungsreich gestalten könnte. Aber da ist zumindeest das Meer in fast unmittelbarer Nähe. Mit dem Motorroller, den wir seit einiger Zeit mit uns führen und der uns noch mehr Flexibilität verleiht, machen wir uns auf den Weg. Hier und da halten wir, genießen den immer wieder anderen Ausblick aufs Meer in dieser sehr abwechslungsreichen Küstenregion und fahren dann Richtung Cap Fréhel.

Küstenlandschaft
Küstenlandschaft

Cap Fréhel oder aber Fort la Latte sollte man sich auf jeden Fall ansehen, wenn man dort irgendwo in der Nähe ist. Die kargen bunten Felsen dieses baumlosen Küstenabschnittes, die bis zu 70 Meter aus dem Meer ragen, ergeben zusammen mit den Farben der blühenden Heide und dem Blau des Meeres eine Komposition, wie sie ein Maler nicht besser schaffen könnte. Nicht umsonst gehört das Cap wohl zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in der nördlichen Bretagne.

Die Rückfahrt führt uns an der westlichen Küste der Landzunge entlang, so dass wir immer wieder einmal einen Blick zurück auf das Cap Fréhel oder aber die schönen Buchten mit den hellen Stränden werfen können. Etliche Wohnmobilstellplätze locken uns, unseren Aufenthalt an diesem Küstenabschnitt um ein paar Tage zu verlängern, aber das heben wir uns für unsere nächste Reise in die Bretagne auf…

 

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