Étretat – Normandie

etretat
Les falaises d'Etretat
Les falaises d’Etretat

Es gibt wohl nur wenige Küstenorte in Frankreich, die aufgrund einer Felsformation solche Berühmtheit erlangt haben wie das bei Étretat der Fall ist. Drei Felsentore locken jährlich tausende von Besuchern aus aller Welt in diesen ehemals kleinen Badeort, so dass dieser in der Hauptsaison von Touristen überlaufen ist und die Wege hoch auf das Plateau, von dem aus man einen fantastischen Blick auf die Küstenlandschaft hat, sich einem Pilgerpfad gleichen. Man sollte nach Möglichkeit den Besuch so planen, dass er nicht in die Hauptreisezeit fällt.

Porte d’Aval
Porte d’Aval

Wir sind im Frühjahr dort, trotzdem ist das Wetter schon richtig sommerlich, aber die Touristenströme halten sich in Grenzen. Auch der Camping Municipal hat gerade die ersten Tage geöffnet, so dass wir nicht den direkt nebenanliegenden Wohnmobilstellplatz wählen, sondern eben auf dem Campingplatz einchecken, zumal der Preis in der Vorsaison mehr als akzeptabel ist und uns die einzelnen Plätze auf dem Stellplatz doch etwas beengt erscheinen. Mit dem Fahrrad sind es nur wenige Minuten bis zum Zentrum des kleinen Städtchens, welches auch um diese Jahreszeit schon mit den üblichen kulinarischen Verlockungen „glänzt“. Wir nehmen den Weg direkt hoch auf das Plateau auf der südlichen Seite des Strandes und machen eine ausgiebige Wanderung oberhalb der Steilküste entlang und genießen immer wieder den Ausblick in schwindelerregender Höhe. Ab und zu wundern wir uns, dass unten an den kleinen Stränden, die die Ebbe jetzt freigibt, Menschen zu sehen sind, die entweder einen gefährlichen Abstieg hinter sich haben, oder sich aber mit dem Boot dorthin haben bringen lassen. Je weiter wir uns vom Porte d’Aval entfernen, desto weniger Gleichgesinnte treffen wir an – der Blick aber auf die Küste bleibt auch jetzt noch spannend und einmalig.

Panoramablick
Panoramablick

Nach unserer ausgiebigen Tour oberhalb der Felsen steigen wir herab und beobachten unten bei einem Gläschen die wenigen Fischer, die sich liebevoll um ihre Boote kümmern, können uns aber des Eindrucks nicht erwehren, dass dieses schon aus folkloristischen Gründen passiert, um den vielen Touristen neben der Natur noch weitere Fotomotive zu liefern.
Wir genießen diese Szenerie trotzdem und beobachten, dass der bald nahende Sonnenuntergang etliche Urlauber auf die Felsen lockt, um das täglich wiederkehrende Schauspiel oberhalb des Meeres zu beobachten. Wenn man das Glück hat, dass die Sonne scheint, sollte man sich das auch nicht entgehen lassen.
Am nächsten Tag nehmen wir uns die nördliche Seite der Felswände vor.

Kleine Kapelle auf dem Plateau
Kleine Kapelle auf dem Plateau

Dort oben ist sogar ein Parkplatz für diejenigen, die mit dem Auto sind, aber natürlich führt auch ein kleiner Weg zuerst zu der kleinen Kapelle auf dem Plateau und dann weiter die Küste entlang. Im Sommer, wenn die Temperaturen höher sind, kann mag das Hochsteigen schon etwas anstrengend werden, wir jedoch sind froh, dass die Sonne schient, so dass wir auch immer wieder eine kleine Pause abseits des Weges einlegen und so die herrliche Aussicht genießen können.
Étretat war die letzte Station unseres kurzen Trips entlang der Alabasterküste. Dass wir uns diesen Küstenabaschnitt bis zum Schluss aufgespart hatten, war die richtige Entscheidung, da es sich um ein absolutes Highlight der Region handelt und wirklich empfehlenswert ist.
In dem kleinen Filmchen unten, kann man sich vielleicht noch einen besseren Eindruck machen…..

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