Le Mont-Saint-Michel

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Auf den letzten Kilometern hin zum Mont-Saint-Michel durchfahren wir immer wieder Dörfer, die den typisch bretonischen Charakter aufweisen – aus Granit gebaute Steinhäuser, die sich mit dem farbenprächtigen Blumenschmuck und den bunten Fensterläden aneinanderreihen, eine ländliche Kirche bzw. Kapelle mit einem umfriedeten Pfarrhof und nicht zu vergessen die kleine französische Bar mit einem blinkenden „Tabac“-Schild über dem Eingang und davor drei Stühlen, welche beinahe auf der Straße stehen.

Typisch bretonisch
Typisch bretonisch

Ein immer wiederkehrendes bretonisches Ensemble. Das macht Freude auf die nächsten Tage. Aber jetzt steht erst einmal der Mont-Saint-Michel auf dem Programm. Wie wir im Vorfeld gelesen haben, gibt es den Wohnmobilstellplatz direkt vor dem Mont nicht mehr, so dass wir in dem kleinen Dorf Beauvoir auf dem relativ neuen, gut ausgestatteten Stellplatz landen. Von hier aus machen wir uns mit dem Roller auf den Weg zum Großraumparkplatz, von dem ein Shuttlebus zu dem Klosterberg fährt. In der Parkplatzgebühr ist jeweils der Fahrpreis für den Bus enthalten. Ein Teil des Platzes ist für Wohnmobile reserviert, wo auch das Übernachten erlaubt ist.

Als wir uns auf den Klosterberg zu bewegen, erkennen wir langsam, wie sich die Umgebung vom Mont-Saint-Michel im Rahmen des Renaturierungsprojekts verändert hat.

Stegbrücke zum Mont-Saint-Michel
Stegbrücke zum Mont-Saint-Michel

Der schmale Damm, über den man die ursprüngliche Insel erreichen konnte, ist einer neuen Stegbrücke gewichen, so dass durch diese aufwendigen Baumaßnahmen der Inselcharakter wieder hergestellt werden soll. Die natürlichen Meeresströmungen, die nicht mehr durch den Damm unterbrochenen werden, sollen die Versandung der Bucht langsam wieder rückgängig machen, so dass der Mont-Saint-Michel nicht nur bei bestimmten Gezeitenkonstellationen zur Insel wird.

Als wir uns gegen 16:00 auf den Weg die Grand Rue hoch zur Abtei machen, halten sich die Besuchermassen noch in Grenzen, so dass wir auch zwischendurch ohne Probleme einen Platz in einem der Restaurants finden und von der Terrasse aus den Blick über das Wattenmeer in der weiten Bucht genießen können.

Für die Touristen.....
Für die Touristen…..

Auf unserem weiteren Weg hinauf zur Abtei bekommen wir immer mehr den Eindruck, dass noch so schöne Fotos die Einmaligkeit und schon gar nicht die besondere Atmosphäre dieses besonderen Ortes beschreiben können. Nun verstehen wir auch, dass der Mont nicht nur seit 1979 zum UNESCO Weltkulturerbe, sondern auch neben dem Eiffelturm und dem Schloss von Versailles mit 3,5 Millionen Besuchern jährlich zu den meistbesuchtesten Orten Frankreichs zählt.

Museum auf dem Klosterberg
Museum auf dem Klosterberg

Nachdem wir zumindest für einen kurzen Moment dem Spiel auf der Orgel in der Abteikirche unsere Aufmerksamkeit geschenkt haben, machen wir uns wieder auf den Rückweg hinunter in das am Fuße des Klosters gelegene Dorf. Mittlerweile schließen die ersten Souvenirlädchen und Restaurants, so dass auch die Besucherzahl auf der Straße schnell kleiner wird.

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