Meine Tipps für bessere Reisefotos

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Hier einige Tipps, die man vielleicht beachten sollte, wenn man seine Reisefotos interessanter gestalten möchte. Sie haben sich aufgrund meiner Erfahrungen in den letzten Jahren bewährt

1. Ausrüstung für gute Reisefotos

Besonders in Städten, aber auch dort, wo ich die landschaftliche Schönheit festhalten will, ist ein Weitwinkelobjektiv unverzichtbar. Mittlerweile bieten alle Kamerahersteller ein Zoomobjektiv an, welches sich durch besonders großen Weitwinkelbereich auszeichnet, so dass viele so ein Objektiv als „Immerdrauf“ verwenden. Neben einem solchen Zoom nehme ich meistens noch ein extremes Weitwinkel mit.

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Dramatischer Himmel dank Weitwinkel
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Langzeitaufnahme – nur mit Stativ möglich
Desweiteren darf meiner Meinung nach ein Stativ nicht fehlen. Auch da gibt es diverse Reisestative, die sehr leicht sind und auch nicht viel Platz wegnehmen. Nicht nur für TimeLapse – Aufnahmen oder Langzeitbelichtungen ist ein Dreibein notwendig; es bietet sich auch für Nachtaufnahmen oder HDR-Aufnahmen an, die immer wieder eine Abwechlung darstellen. Einige Graufilter komplettieren mein Euipment.

2. Abwechslung durch den „Faktor“ Mensch

Nichts ist langweiliger als das 1000ste Foto vom Kölner Dom oder vom Piazza Vecchia, wenn man nicht versucht, diese Postkartemotive auf seine ganz persönliche Art einzufangen.

Abwechslung durch Menschen im Bild
Abwechslung durch Menschen im Bild
Verzicht auf Menschen im Bild
Verzicht auf Menschen im Bild

Ich versuche immer mal wieder Menschen (natürlich nicht undebingt die Touristenscharen) mit ins Bild zu bekommen, weil Menschen auf einem Reisefoto am deutlichsten eine Atmosphäre widerspiegeln, besonders dann wenn man in einem fremden Land unterwegs ist. Manchmal jedoch sind Menschen störend, und da muss man dann etwas Geduld aufbringen und warten, bis sich passende Moment ergibt und niemand zu sehen ist….. Aber Zeit hat man ja meistens auf einer Reise. Und was ist schlimmer: sich nach der Reise immer wieder zu ärgern oder tatsächlich einmal drei Minuten zu warten, bis das schreiende Kleinkind aus dem Bild verschwunden ist? Ab und zu greife ich hier zu einem extremen Graufilter, der die Belichtungszeit so verlängert, dass die sich bewegenden Menschen auf dem Foto im wahrsten Sinne des Wortes „in Luft auflösen“.

3. Ausrüstung kennenlernen

 Man sollte sich schon vor einer Reise ausgiebig mit seiner Kamera beschäftigt haben und die Ausrüstung genau kennen. Fast alle modernen Kameras – egal ob Spiegelreflex oder Systemkamera – bieten heute eine Vielzahl von Einstellmöglichkeiten oder besser gesagt die technischen Voraussetzungen, um diverse Spezialaufnahmen zu realisieren.

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HDR – Stativ erforderlich
So gefallen mir persönlich für bestimmte Motive HDR-Aufnahmen, obwohl diese anscheinend wieder aus der Mode gekommen sind. Wenn man jedoch diese Art der Aufnahmen anwenden will, so sollte man sich vorher mit deren Umsetzung als auch Wirkung beschäftigt haben, um dann während der Reise nicht noch mal im Handbuch der Kamera nachlesen zu müssen. Da bieten die Kameras oft sehr simple einzustellende Möglichkeiten, die das Fotografieren aber enorm erleichtern und die Ergebnisse verbessern. Als Beispiel sei hier nur der künstliche Horizont genannt, auf den ich nicht mehr verzichten möchte, seit ich weiß, wie ich diesen aktivieren kann.

4. Nachbearbeitung der Reisefotos

In Zeiten der analogen Fotografie bestand die Nachbearbeitung der Fotos bzw. Dias „nur“ darin, die schlechten Fotos auszusortieren und den Rest dann in die chronologische Reihenfolge zu bringen. Das sieht heute etwas anders aus. Nicht nur das Aussortieren bzw. Sortieren der Urlaubsfotos ist möglich und nötig, sondern es sind oft auch kleine Optimierungen sinnvoll. Mit welchem Programm man da nun arbeitet ist relativ egal. Ausschnittwahl, Ausrichten oder Farbanpassung sind dabei die ersten und meiner Meinung nach auch wichtigsten Arbeitsschritte, die man durchführen sollte. Wie weit man da gehen möchte, bleibt jedem selber überlassen. Ist halt oft auch eine Frage des Geschmacks. Aber besonders diejenigen, die im Raw-Format fotografieren, sehen die Nachbearbeitung als selbstverständlich und notwendig an. Es muss ja nicht gleich soweit gehen, dass man aus einem normalen Baggerloch den idyllischen Bergsee zaubert. Ich selber habe vor kurzem die Google Nik Filter Collection als gute Alternative entdeckt, seinen Fotos das gewisse Etwas auf relativ komfortable Art zu „verpassen“.

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