Wohnmobiltour Frankreich Normandie 2018 (2)

Von Étretat nach Cabourg

Cabourg
Cabourg

Am Ende des Beitrags findet ihr wieder eine kurze Übersicht über die von uns genutzten Stell- bzw. Campingplätze.

Um auf unserer Wohnmobiltour nach Frankreich in die Normandie von Étretat (siehe Teile 1) aus zu unserer nächsten Station Cabourg zu gelangen, muss man die Seine überqueren. Empfohlen sei hier auf jeden Fall die Pont de Normandie für diejenigen, die sie noch nicht gefahren sind. Ein Erlebnis! Da wir in den letzten Jahren aber schon einige Male genau diese Route gewählt haben, entscheiden wir und dieses Mal für eine Überquerung der Seine mit einer kleinen Fähre in der Nähe von Quillebeuf-sur-Seine. Wie wollen etwas durch das Hinterland fahren, durch die Gegend aus der der Cidre normand stammt, durch die Dörfer, deren Fachwerkhäuser für die Architekur der Normandie stehen. Die Gegend ist so interessant und facettenreich, dass man sich eigentlich viel mehr Zeit nehmen müsste.

Strand Cabourg
Strand Cabourg

Aber das Wetter ist so schön, dass Meer und Strand rufen. So bleibt uns nur die Erkenntnis, dass eine unserer nächsten Touren der genaueren Erkundung dieser Gegend „gewidmet“ sein wir. Jetzt aber ist unsere nächste Station Cabourg, genauer gesagt der Campingplatz Camping de la mere, der wie der Name schon vermuten lässt, direkt hinter der Düne und etwas 3 bis 4 Kilometer westlich von Cabourg gelegen ist.

Meer, Muscheln und mehr..

Die Lage des Campingplatzes ist so wie man sich das wünscht – vom Wohnmobil aus kann man den Sonnenuntergang beobachten und es sind nur wenige Schritte bis an den Strand, der bei Ebbe so breit wird, dass man kaum das Wasser sehen kann. Auf dem Campingplatz selber wird man mit der dunklen Nazi-Vergangenheit konfrontriert – gleich mehrere der insgesamt über 18.000 Bunker an französischen Küsten zeugen von dem Wahnwitz des NS-Regimes und machen einen leicht beschämt…

Strand bei Franceville-Plage
Strand bei Franceville-Plage

Am Abend machen wir einen ausgedehnten Spaziergang am Meer entlang bis in den kleinen Ort Franceville-Plage, wo wir bei Mules et frites und einem Gläschen Wein die absolute Urlaubsstimmung in uns aufsaugen. Das kleine Restaurant würde ich gern empfehlen, muss mir das aber verkneifen, da wir schon mal reingefallen sind, als wir jemandem ebenfalls ein Restaurant empfohlen haben und derjenige dann sehr sehr enttäuscht war….

Cabourg

Cabourg
Cabourg

Da wir nur einige Kilometer von Cabourg entfernt sind, darf natürlich ein Besuch dieses ehemaligen Fischerdorfes (diesen Wandel gibt´s anscheinend öfter nicht nur hier in der Normandie) nicht fehlen. Die kleine Einkaufstrasse bietet mit ihren Nebenstraßen ein Vielzahl von Boutiquen, Galerien oder kleinen Cafes. Der Einfluss der Urlauber, die aus Paris hierher kommen, ist deutlich nicht nur an den Preisen zu spüren.
Bevor wir uns jedoch auf den Weg durch das Städtchen zum Grand Hotel bzw. zur Strandpromenade machen, steht als erstes die kleine Markthalle an. Zu gerne lassen wir uns hier von den frischen regionalen Produkten (und das sind nicht nur Fisch bzw. Meeresfrüchte) „überzeugen“, am Abend unsere Kochkünste am Wohnmobil unter Beweis zu stellen.
Der Strand von Cabourg ist genau das, was wir nicht so toll finden und was man unter anderem auch aus dem nur ca 15 km entfernten bekannten Seebad Deauville kennt: Voll und laut – da sind wir froh, dass sich der Strand am Campingplatz ganz anders darstellt. Trotzdem gehen wir ein Stück die Strandpromenade hoch und stellen fest, dass selbst am frühen Nachmittag die Restaurants schon voll sind mit Gästen, die sich bei der Größe ihrer Platten mit Meeresfrüchten anscheinend überbieten wollen.
Wir haben nach kurzer Zeit jedoch genug von den Touristenmassen und entschließen und noch kurz in das nur durch den La Dives getrennte Houlgate zu fahren. Hier erwartet uns eher das bescheidenere Frankreich. Trotzdem haben wir da schon Orte gesehn, die mehr Charme haben und sich einladender präsentieren.

Die Landungsstrände der Normandie

Wir machen für ein paar Tage einen Abstecher an die Landungsstrände der Normandie. Die Küstenlinie, die nicht wegen der Schönheit der Strände Berühmheit erlangte, sondern weil sie zum Schauplatz der bis dahin größten Militäroperation wurde, bei der bis zur Eroberung von Paris insgesamt schätzungsweise eine Viertelmillion Menschen ums Leben kommen.

Landungsstrände
Landungsstrände

Zwei der bekannten Strände – Omaha Beach und Gold Beach – sind am nächsten Tag unserere Ziele. In Aromanches schauen wir uns die Reste des künstlichen Hafens an, die noch heute zu sehn sind, über den der Nachschub nach der Landung der Alliierten gewährleistet wurde. Diese stillen Zeugen der Schlacht in der Normandie verdrängen bei uns für einige Zeit das unbeschwerte Urlaubsgefühl…..
Omaha Beach ist das Zentrum der Erinnerungsstätten, wartet aber auf der anderen Seite mit einem einmaligen Strand auf.

Wir wählen einen Campingplatz in Port-en-Bassin, von dem aus wir dann unsere Tagestouren machen. Der Campingplatz selber liegt innerorts, so dass wir am ersten Abend noch an den Strand des kleinen Ortes gehen, wo wir ein paar Fischrestaurants finden, die wir überall an Frankreichs Küsten mit Köstlichkeiten aus dem Meer aufwarten,

Genutzte Camping- bzw. Stellplätze:

Cabourg: Camping Sea in Franceville Plage ca 5 km entfernt von Cabourg –

Port en Bassin: Camping de La Prairie – innerorts – – ca 20 € pro Nacht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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