Wohnmobiltour nach Bamberg, Bayreuth, Regensburg, Rothenburg o.d. Tauber

1. Station unserer Wohnmobiltour: Bamberg

Freitag 9:30 Uhr – Wir sind auf der A 7 Richtung Süden. Kurz bevor wir in der Nähe von Werneck auf die A 70 wechseln wollen, doch noch der auf deutschen Autobahnen nicht ungewöhnliche Stau, der sich aber Gott sei Dank so schnell wieder auflöst, wie er sich entstanden war. Warum war er entstanden? Das bleibt wie so oft ein Rätsel. Wir aber sind froh, dass wir auf unserer Wohnmobiltour nun bis Bamberg eine entspannte Fahrt haben und somit schon nach einer guten halben Stunde den Stellplatz am Rande der Altstadt erreichen. Da wir schon im Vorfeld den Preis von immerhin 15,00 € pro Nacht in Erfahrung gebracht haben, sind wir doch leicht enttäuscht über die Beschaffenheit des Stellplatzes.

Bamberg
Bamberg – Altes Rathaus

Dieser ist eigentlich nichts mehr als ein geschotterter Parkplatz, aufgewertet durch Stromsäulen (für diejenigen, die nicht ganz autark sind) und eine Ver- und Entsorgestation. Über den Stellplatzlink weiter oben kann man sich in etwa ein Bild machen. Die Lage des Platzes allerdings ist gut. Vom Platz aus, der dirtekt  an einem Arm der Regnitz liegt, kann man die Altstadt von Bamberg leicht fußläufig in ca 15 min. erreichen.

Bamberger Altstadt
Bamberger Altstadt

Die Weltkulturerbestadt Bamberg lockt den Besucher mit Sehenswürdigkeiten in Hülle und Fülle. Daher machen wir uns auch zügig auf den Weg und sind schon nach kurzer Zeit am Alten Rathaus, welches wegen seiner Fresken seinen Bekanntheitsgrad erreicht hat. Diese erscheinen uns im spätnachmittaglichen Licht und sind unserer Meinung nach allein schon Grund genug, dass das Rathaus zum zweiten Wahrzeichen der Stadt geworden ist. Auch das Innere des Rathauses bietet einiges Sehenswerte, was wir uns aber für einen späteren Besuch aufheben. Wir entschließen uns vielmehr, das schöne Wetter zu nutzen und zum Bamberger Dom zu gehen, wo uns der wohl interessanteste Platz, der Domplatz, erwartet. Hier finden sich die verschiedensten Baustile der einzelnen Epochen und die Geschichte der Stadt ist allgegenwärtig. Direkt neben dem Dom, der mit seinen vier Türmen als das bedeutendste Kunstwerk der Gegend gilt, schließt sich die Alte Hofhaltung an – auch sehenswert. Aber uns reichen die Sehenswürdigkeiten nun langsam, besonders wenn wir daran denken, dass uns in den nächsten Tagen das Sehenswerte nicht ausgehen wird.

Bamberg
Bamberger Altstadt

Wir umrunden also den Dom weitläufig und gehen über kleine Nebengassen zurück zum Alten Rathaus, suchen uns in einer der Nebenstraßen eine typische Biergaststätte und genießen zu unserem Essen eines der in Bamberg gebrauten 400 (!) Biere.

 

 

 

2. Station unserer Wohnmobiltour: Bayreuth

Am nächsten Tag fahren wir gut 60 km weiter nach Bayreuth. Wegen einer Baustelle haben wir anfänglich Schwierigkeiten, den Wohnmobilstellplatz an der Lohengrin Therme zu finden (wir brauchen doch langsam ein neues Navi). Diesen Platz haben wir gewählt, da wir zwischen dem „Pflastertreten“ auch etwas für unsere Gesundheit tun wollen. Der Platz bietet neben der üblichen V+E Stromsäulen und die Möglichkeit, in der Lohengrin Therme gegen kleines Geld zu duschen. Ansonsten liegt er doch schon ziemlich weit außerhalb von Bayreuth, was uns aber nicht weiter stört, da wir ja mit dem Roller flexibel sind. Ein abendlicher Besuch eines der typischen Wirtshäuser mit ihrer regionalen Küche fällt für uns dadurch aber leider aus. Fußläufig ist nämlich keine dieser „die Wirtshauskultur pflegenden“ historischen Gaststätten zu erreichen.

Bayreuth
Bayreuth Altstadt

Sehenswertes gibt es in der größten Stadt Oberfrankens einiges. Versäumen darf man aber wohl auf keinen Fall, sich das Markgräfliche Opernhaus anzusehen, welches als eines der besterhaltenen und schönsten Barocktheater Europas gilt. Seit 2012 ist es UNESCO-Welterbe und nun nach einer intensiven Restauration wieder geöffnet. Neben diesem einzigartigen Opernhaus, dem Festspielhaus auf dem Grünen Hügel oder aber dem Neuen Schloss Bayreuth findet man Im Hofgarten das Deutsche Freimaurermuseum. Wer sich dafür interessiert, sollte sich vorher auf jeden Fall über die Öffnungszeiten erkundigen. Empfehlenswert weiterhin ist unserer Meinung nach noch ein Besuch der vor den Toren der Stadt gelegenen Eremitage, wobei man dafür unbedingt etwas Zeit einplanen sollte, da die Parkanlage mit seinen Hightlights schon etwas weitläufig ist. Wir genießen die Ruhe der zu dieser Zeit noch nicht stark frequentierten Parkanlage und sind nur etwas enttäuscht, dass die Wasserspiele noch im Winterschlaf sind – ein Grund mehr, bei einer nächsten Wohnmobiltour in diese Gegend (zu einer anderen Jahreszeit), einen erneuten Abstecher nach Bayreuth zu machen. Das kleine Café unweit des alten Schlosses hat schon geöffnet, so dass wir hier unseren Füßen eine kleine Erholungspause gönnen, bevor wir uns wieder auf den Weg zum nahe gelegenen Wohnmobilstellplatz machen.

Bayreuth Opernstraße
Bayreuth Opernstraße

Dass man in der Festspielstadt immer wieder auf Richard Wagner trifft, ist für uns Anlass, am nächsten Tag das Richard Wagner Museum zu besuchen. Jetzt wiederum sind wir froh, dass es noch recht früh im Jahr ist, so dass wir im Museum nur auf eine Handvoll Besucher aus dem asiatischen Raum treffen. Wir fragen uns, wie diese die Musik des auch schon zu Lebzeiten nicht unumstrittenen Künstlers finden.

 

 

3. Station unserer Wohnmobiltour: Regensburg

Regensburg Donau
Regensburg Donau

Nach 3 interessanten Tagen, an denen wir uns die kulturellen Highlights von Bayreuth angesehen haben, ging es weiter auf unserer Wohnmobiltour Richtung Regensburg. Unterwegs entschieden wir uns, dort den AZUR Camping Regensburg anzufahren. Angesichts des Preises und dem, was der Campingplatz dafür bietet, wurden wir mal wieder in unserer Meinung bestätigt, nach Möglichkeit nur Wohnmobilstellplätze anzufahren, da diese mittlerweile in der Regel genauso einladend und in der Regel auch preiswerter sind. Auf dem AZUR Camping scheint einiges in die Jahre gekommen zu sein und einiges wartet noch auf den „Frühjahrsputz“. Wir wollen uns aber eh nicht lange auf dem Platz aufhalten, da die Stadt an der Donau mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten lockt.
Wegen des schönen Wetters fahren wir als erstes auf eine der Donauinseln in das Naherholungsgebiet Steinerne Brücke. Die Menschen liegen am Wasser und genießen die Sonne oder gehen mit ihrem Hund spazieren. Man merkt kaum, dass man sich eigentlich im Zentrum einer größeren Stadt befindet, nur wenige Gehminuten vom Dom St Peter entfernt.

Regensburg Dom

Auch finden wir hier einen kleinen Biergarten, in dem tatsächlich noch Bayerisch geredet wird, während einem ansonsten doch alle Sprachen im Ohr klingen. Natürlich besuchen wir auch auf unserer Sightseeing-Tour die Heimstätte der Regensburger Domspatzen. Leider sind auch hier (wie bei so vielen größeren sakralen Bauwerken) Teile des Doms wegen Renovierungsarbeiten verhängt bzw. zugebrettert. Das Innere zumindest ist derzeit frei von jeglicher Bautätigkeit. Wir haben zudem noch das Glück, dass während unseres Besuches ein Kirchenmusiker probt, was dem Betrachten des Dominneren eine besondere Atmosphäre verleiht.
Wer noch mehr Kultur mag, sollte einen Besuch des Schlosses Thurn und Taxis ins Auge fassen. Das Innere, wo schon die Beatles, Rolling Stones oder Michael Jackson verweilt haben, ist nicht nur wegen des ca eine Tonne schweren Kronleuchters aus Muranoglas sehenswert. Über Öffnungszeiten und Eintrittspreis sollte man sich schon im Vorfeld informieren, um nicht überrascht zu werden.

4. Station unserer Wohnmobiltour: Rothenburg ob der Tauber

Wohnmobiltour - Rothenburg ob der Tauber
Rothenburg ob der Tauber

Unsere letzte Station unserer Wohnmobiltour durch einige Städte im Süden von Deutschland führt uns nach Rothenburg ob der Tauber. Als Zwischenstation auf unserer Heimreise bietet sich diese mittelalterliche Stadt mit ihrer weitläufigen Stadtmauer, den sehenswerten Fachwerkhäusern, den mächtigen Kirchen und den malereischen, verwinkelten Gassen an. Es ist nicht das erste Mal, dass wir hier Halt machen, und es ist auch nicht das erste Mal, dass wir als Übernachtungsplatz den Wohnmobilstellplatz am P2 nutzen. Dieser ist nicht nur von der Lage her optimal, da direkt am Altstdtrand gelegen, sondern auch die Ausstattung überzeugt und er reiht sich  in die Liste unserer beliebtesten Stellplätze ein. Die Altstadt liegt direkt gegenüber dem Stellplatz, so dass wir uns gleich auf den Weg dorthin machen, obwohl es schon später Nachmittag ist. In der Altstadt selber sind immer noch viele Touristen unterwegs. Wir mögen uns gar nicht vorstellen, wie das zu Hauptsaison aussieht. Auffallend natürlich die große Zahl an asiatischen Gruppen, die von einer Sehenswürdigkeit zur anderen hetzen – die Kameras oder Handys auf „Dauerschuss“. Auch die Souvenirlädchen oder Restaurants haben sich anscheinend schon darauf eingestellt, hängen doch schon Preis- oder Hinweisschilder in den für uns unlesbaren Schriftzeichen in den Schaufenstern bzw. -kästen. Auf Nebenstraßen (bzw. Gässchen) gehen wir Richtung Marktplatz und müssen dabei das erste Mal während dieser Wohnmobiltour ein kleines Lärchen als Unterstellmöglichkeit wegen des einsetzenden Regens nutzen – Schirme sind natürlich im Wohnmobil. Langsam wird es aber eh Zeit, ein Restaurant aufzusuchen, um uns das letzte Mal auf unserer Tour kulinarisch verwöhnen zu lassen.

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